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Mittwoch, 14. Oktober 2009

Für die WM, gegen Diskriminierung

Der DFB hat das Spiel gegen Finnland mit dem Motto "Gegen Homophobie im Fußball" versehen. Ein Lob an den DFB, der nicht nur mit dem Motto in der Öffentlichkeit Position bezieht, sondern auch einen Runden Tisch mit entsprechenden VertreterInnen geplant hat. Nur brennt mir eine Frage auf der Zunge: Hätte der DFB das alles auch gemacht wenn sich die Nationalmannschaft nicht bereits für die WM qualifiziert hätte?

Wenn das Spiel gegen Russland nicht so positiv ausgegangen wäre, hätten Herr Zwanziger und Co. sicher genug anderes zu tun. Doch kann man das nicht mal als Vorwurf ansehen, denn der DFB ist halt für den Fußball da und solche politisch-gesellschaftlichen Botschaften werden dabei in den Hintergrund verdrängt. Die Frage müsste viel mehr lauten: Würde die Botschaft auch die Menschen erreichen wenn es kein Länderspiel geben würde? Denn das wäre passiert wenn Deutschland gegen Russland verloren hätte.

Samstag, 23. Mai 2009

Abwertung von Unentschieden stellt Liga auf den Kopf

Eben ging die Saison in der Fußball-Bundesliga zu Ende, was ich zum Anlass nehme mal wieder über Fußball zu schreiben. Zunächst natürlich alle Glückwünsche an den VfL Wolfsburg, die vollkommen zurecht Meister geworden sind. Was mich jedoch auch gleich zu meiner Kritik bringt, denn vollkommen ungerechtfertigt ist es wenn eine Mannschaft Letzter wird die mehr Spiele Nicht-Verloren hat, als Verloren. Ebenfalls nicht gerecht finde ich es wenn ein Team in die Europe-Leauge kommt, das fast jedes dritte Spiel verloren hat und wenn ein Verein die Relegation spielen darf die sogar ganze 20 Spiele verloren hat. Wie es dazu kommt? Schuld ist die 3 Punkte Wertung, ohne die der BVB auf Platz 4 rutschen (jetzt 6) würde und Arminia Bielefeld auf 15 (jetzt 18). Wer mich kennt weiß das es sich hierbei um meine Lieblingsklubs handelt, doch so oder so erscheint es mir ungerechtfertigt, wie seit einiger Zeit die Punkte vergeben werden! Wenn Zwei Mannschaften unentschieden spielen, sollten sie sich dann nicht die punkte teilen, die der Gewinner sonst erhält? Wieso ist es etwas schlechteres wenn beide Mannschaften gleich stark sind als wenn eine stärker ist? Die Alte Regelung war recht unübersichtlich, aber die neue ist schlicht weg unfair. 3 punkte pro Sieg, einer pro Unentschieden bedeutet das ein Punkt beim Unentschieden im Nichts verloren geht. Dabei ist eine Änderung nicht so kompliziert, eine einfache Umstellung von 2 punkten pro Sieg, statt 3 würde vollkommen ausreichen. Außerdem würde das die Liga spannender machen da nicht mehr ein Team so schnell einen großen Vorsprung ausbauen kann. Das es soweit kommt scheint dank FIFA und UEFA unwahrscheinlich, doch trotzdem: Ab heute bin ich endgültig Gegner der 3-Punkte-Regel!

Montag, 13. April 2009

FC Bayern gegen Pressefreiheit

Das ich mal einen Text mit den Labels Fußball, Medien, Satire und Religion schreibe, der dazu auch noch irgendwie politisch ist, hätte ich auch nicht gedacht, aber:

Der deutsche Fußballrekordmeister FC Bayern München will rechtlich gegen die taz vorgehen, Grund ist eine satirische Zeichnung die den Trainer Klinsmann, wie er als Jesus am Kreuz hängt, zeigt. Neben der Zeichnung ist steht der Spruch „Always look on the bright site of life“, was auf den Filmklassiker „Das Leben des Brian“ anspielt. Die taz wollte damit symbolisieren „(...)wie Klinsmann in der Öffentlichkeit vom Heilsbringer zum Buhmann und Nichtskönner degradiert wurde." Der FC Bayern dagegen spricht von der vielleicht schlimmsten Entgleisung der deutschen Medienwelt und beruft sich darauf das die Zeichnung eine Beleidigung für Bayern München und alle Christen ist.

Ich kann ja irgendwie verstehen das man in einem emotionalen Geschäft wie dem Fußball sich schnell beleidigt fühlt und natürlich kann ein gläubiger Christ auch argumentieren das es eine Verharmlosung von dem unglaublichen Leiden Jesus wäre. Aber im Grunde Leben wir doch in einem Land in dem Meinungs- und Pressefreiheit zu den Grundrechten gehört. Wenn alle Menschen eine Zeitung gleich verklagen würden weil sie sich beleidigt fühlen, gäbe es bald in ganze Deutschland keine Satire, Kommentare oder sonstige Meinungsmache mehr. Solange keine Lügen geschrieben oder angedeutet werden, bleiben sämtliche rechtliche Schritte gegen die Medien eine Einschränkung von Pressefreiheit und dabei ist es egal ob es um eine einzelne Person, einen Fußballverein, eine Religion oder sonst wen geht.

Dienstag, 24. März 2009

Wann ist jemand deutsch genug für die Nationalmannschaft?

Im Vorfeld der WM 2006 machte die NPD Stimmung gegen den Abwehrspieler Patrick Owomoyela von Borussia Dortmund und muss sich nun deswegen zurecht vor Gericht verantworten. Owomoyela ist der Sohn einer deutschen Mutter und eines nigerianischen Vaters, er spielt seit 6 Jahren in der Bundesliga. Somit ist er wohl deutsch genug für die Nationalmannschaft!

Leonardo de Deus Santos, oder kurz Dede ist Abwehrspieler bei Borussia Dortmund, er hat zwei brasilianische Eltern und spielt seit 11 Jahren in der Bundesliga. Als er sich vor einigen Jahren für die Nationalmannschaft anbot, wurde er trotz einem damaligen Defizit auf seiner linken Verteidiger Position abgelehnt. Begründung: Keine Verbindung zu Deutschland, also NICHT deutsch genug für die Nationalmannschaft!

Wann ist jemand also deutsch genug für die Nationalmannschaft? Bestimmt es sich durch die Nationalität der Eltern, durch die Anzahl der Jahre die sie für einen Verein der höchsten deutschen Spielklasse gespielt haben oder sollte man vielleicht einfach die Spieler fragen ob sie sich stark genug mit der Nationalmannschaft verbunden fühlen? Dies kann aus nationalen Gründen sein, einfach aus Fan Gründen, weil sie mit Freunden aus ihren und anderen Vereinen im Nationaltrikot spielen möchten oder wegen was anderen. Die Entscheidung liegt beim Nationaltrainer, wie es der aktuelle handhabt weiß ich nicht, aber wie er es handhaben sollte weiß ich!

Samstag, 10. Januar 2009

Talentverschwendung

Anders kann man es wohl kaum bezeichnen wenn einer der besten deutschen Stürmer bei Bayern München auf der Bank vergammelt, doch nun steht das Drama um Lukas Podolski vor einer Wende. Laut Medienberichten ist es nur noch eine Frage der Zeit bis der Fußballer zurück in seine alte Heimat Köln wechseln wird. Für ihn persönlich sicher die beste Entscheidung, da er mit dem Herz einfach an diesem Verein hängt, für den deutschen Fußball jedoch nur schwer zu akzeptieren wenn ein derartiges Talent gegen den Abstieg kickt statt im europäischen Geschäft mit zu mischen. Da wäre es doch besser wenn Podolski neben Petric beim HSV, neben Pizarro bei Bremen oder neben Alex Frei bei Borussia Dortmund zum Einsatz kommt. Drei Vereine mit jeweils einem hochklassigen Stürmer wo ein zweiter Sturmpartner gut gebraucht werden könnte.Drei Vereine mit stabilen Finanzen. Drei Vereine mit der Möglichkeit international dabei zu sein. Doch Podolski zieht Köln vor, was aus Sicht des deutschen Fußballs erneut nur als Talentverschwendung bezeichnet werden kann.

Sonntag, 14. Dezember 2008

Klein Chelsea ist Herbstmeister

Winterpause in der Fußballbundesliga und die Überraschung der Hinrunde ist wohl ganz klar Hoffenheim. Und ist das nicht komisch wie dieser Verein von allen hoch gejubelt wird, während Chelsea London von allen gehasst wird. Dabei werden beide von Millionären gesponsert die eigentlich nichts mit Fußball zu tun haben.

Manche sagen Hoffenheim würde so schönen attraktiven Fußball spielen, diese Leute haben wohl noch nie ein Spiel von Chelsea gesehen. Andere sagen in Hoffenheim wird in die Jugendarbeit investiert, aber schauen wir doch mal wo die Stars herkommen: Andreas Beck und Tobia Weis komen vom VfB Stuttgart, Marvin Comper von Borussia Mönchengladbach, Sejad Salihovic von Hertha BSC Berlin, Vedad Ibisevic von Alemania Aachen, Chinedu Obasi von Lyn Oslo (1. norwegische Liga) und Demba Ba von Excelsior Mouscron (1. belgische Liga). Das hat sicher nichts mit Jugendarbeit zu tun. Für mich bleibt also Unverständlich warum alle Hoffenheim so toll finden und Chelsea so hassen.

Vorwürfe kann man aber weder Chelsea noch Hoffenheim machen, man guckt sich doch nur mal in der Bundesliga um. Bayer Leverkusen und der VfL Wolfsburg bekommen finanzielle Unterstützung von Industrieunternehmen, Schlake bezieht massenhaft Geld von einen russischen Gasunternehmen und mein Lieblingsverein der BVB bekommt Kohle von Aktionären. Fußball ist halt ein Geschäft, das hat gute und schlechte Seiten. Doch mal ehrlich, wie langweilig wäre es wenn Bayern München noch weniger Konkurrenten hätte. Trotzdem könnte ich mich nicht für einen so traditionslosen Verein mich begeistern, Hoffenheim fehlt einfach das Fußball-Herz was andere Vereine haben!

Samstag, 15. November 2008

Kritikunfähig bis zum Schlusspfiff

Seit dem letzten Spieltag geht es durch alle Medien, Schiedsrichter beklagen sich über den fehlenden Respekt der Spieler während diese über schlechte Leistungen der Unparteiischen schimpfen. Bisheriges Ergebnis: 3000 Euro Strafe für Pizarro (Werder Bremen) weil er in einem Interview sagt es wäre als ob man gegen 12 Gegner spielt, 15000 Euro und 2 Spiele Sperre für Kovac (Borussia Dortmund) weil er dem Schiedsrichter persönlich sagte das er mit dessen Leistung nicht zufrieden war, Lehmann (VfB Stuttgart) kommt ohne Strafe und mit einem blauen Auge davon nachdem er die Grundeinstellung der Männer in schwarz angezweifelt hat.

Es sieht so aus so als seien die Schiedsrichter mittlerweile unantastbare und fehlerlose Menschen, deren Kritik (egal wie berichtigt sie ist) immer unangebracht scheint. Es wird Zeit das die Unparteiischen nicht mehr alles als persönlich nehmen, sondern sich über konstruktive Kritik freuen. Niemand tut dem Fußball einen Gefallen wenn Spieler durch Geldstrafen und Spielsperren zum schweigen gebracht werden, während die Unparteiischen weiter Spiele verpfeiffen.

Samstag, 1. November 2008

Anpfiff

Ab 2009 sollen die Anstoß-Zeiten der ersten und zweiten Fußball Bundesliga geändert werden, natürlich nur damit man den Fußball besser vermarkten kann. So ganz effektiv ist der neue Plan aber immer noch nicht, daher mein Vorschlag:

Spiel 1: Montags 20:30 Uhr
Spiel 2: Dienstags 20:30 Uhr
Spiel 3: Mittwochs 20:30 Uhr
Spiel 4: Donnerstags 20:30 Uhr
Spiel 5: Freitags 20:30 Uhr
Spiel 6: Samstags 15:30 Uhr
Spiel 7: Samstags 20:30 Uhr
Spiel 8: Sonntags 15:30 Uhr
Spiel 9: Sonntags 20:30 Uhr
 
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