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Mittwoch, 27. Mai 2009

asozial

Da steht ein Rollstuhl am Bordstein
Stufe zu groß, Rad viel zu klein
Die Autos schimpfen immer mehr
Stau viel zu lang, helfen zu schwer

Mittwoch, 13. Mai 2009

Uni Kassel

Rote Steine
labernder Prof.
stramme Beine
ICQ? Off

Rote Steine
lang ist es her
ganz alleine
denken fällt schwer

Freitag, 3. April 2009

Fremdwerk

Häng deine Hoffnung an ein Plastikschwein made in Taiwan
Häng deine Hoffnung an ein Pflasterstein und anderen Kleinkram
Zur show gibt es Kitsch
Zum Popstar das Image
Zur Schönheit die Bräunung
Zum Glück gibt’s die Täuschung
Also:
Dran glauben!
Kram kaufen!
Augen schließen!
Den Schwindel genießen!

Samstag, 14. März 2009

Immer?

An jedem Tag?
In jeder Nacht?
Bei jedem Schlag?
Bei jeder Schlacht?
Jetzt jederzeit?
Und überall?
Immer bereit?
Für jeden Fall?

Freitag, 20. Februar 2009

Zitronen

Zum 100. Geburtstag von einem der größten Dichter überhaupt ;)
Ich muß das wirklich mal betonen:
Ganz früher waren die Zitronen
(ich weiß nur nicht genau mehr, wann dies
gewesen ist) so süß wie Kandis.

Bis sie einst sprachen: "Wir Zitronen,
wir wollen groß sein wie Melonen!
Auch finden wir das Gelb abscheulich,
wir wollen rot sein oder bläulich!"

Gott hörte oben die Beschwerden
und sagte: "Daraus kann nichts werden!
Ihr müßt so bleiben! Ich bedauer!"
Da wurden die Zitronen sauer . . .

Dienstag, 10. Februar 2009

Sterbehilfe

eine schöne Frau ist alt und gebrechlich geworden
möchte nicht mehr Leben doch kann sich nicht selbst ermorden
also bittet sie ihren Arzt, er möge sie sterben lassen
der hat aber Frau und süße Kinder und kann es nicht fassen
„So schön ist doch das Leben, diese Frau muss verrückt sein“
jetzt muss die Frau später sterben, qualvoll und ganz allein
doch fünfzig Jahre danach liegt der Arzt im selben Krankenbett
seine Frau ist tot und die süßen Kinder auf Tour als Duett
so bittet auch er einen jungen Arzt: „lass mich sterben“
der hat Frau und Kinder... das Duett wird erst spät erben

Montag, 9. Februar 2009

schönster Tag

Der Himmel ist Blau
und das Moor ist grau
Der Baum ist umgefallen
hör´ die Äste aufprallen
Auf dem Feld sitzen
zwischen Grasspitzen
Die Sonne geht jetzt unter
doch der weg wird noch bunter

Samstag, 31. Januar 2009

Entwicklung

grüne Bäume
graue Steine
schlechte Träume
grüne Scheine
totes Leben
neuer Anfang
wie ein Beben
nur ohne Klang

Donnerstag, 22. Januar 2009

Angst

ein Pinguin hat Angst vor den Eisbären
also versuchen sie ihn aufzuklären
Der Eisbär der wohnt ganz im Norden
der kann dich doch gar nicht ermorden
doch dieser dumme Pinguin glaubt das nicht
übt immer stundenlang schwimmen im Mondlicht
eines Tages schmelzen Eisschollen
sie wissen nicht wo hin sie sollen
alle schwimmen sie auf der suche nach Land
alle schwimmen sie bis zum nördlichsten Rand
die Eisbären würden nicht morden
nur einer schaffte es bis Norden

Mittwoch, 7. Januar 2009

Eiskalt

Eiskalt ist wieder das Wetter
in den Offen ein paar Bretter
Eiskalt ist auch der Schnee
freigemacht die Allee
Eiskalt ist heute mein Zimmer
im Kamin etwas geflimmer
Eiskalt ist auch das Herz
doch warm ist nur der Schmerz

Montag, 22. Dezember 2008

4. Advent (etwas verspätet)

Kein bock
Kein Bock auf die ganze Welt
alles gehört verdunkelt
Kein Bock auf Leute
scheiß auf die Meute
Kein Bock auf diese Sonne
ab in die Abfalltonne
Kein Bock auf Kein Bock
durch das Herz ein Pflock

Sonntag, 14. Dezember 2008

3. Advent

Keine Wege, keine Straßen, keine Schilder
Nur noch ein ganz großes Feld und Himmelsbilder
Die Freiheit lässt sich fast schon schmecken
Zeit jetzt was Neues zu entdecken
Zeit für neue Ziele, die Zukunft und für mich
Doch wohin? Alles wird fürchterlich undeutlich
Ohne Wege, Straßen und Schilder
Nur das Feld und die Himmelsbilder

Sonntag, 7. Dezember 2008

2. Advent (unweihnachtlich)

am Himmel steht ein Regenbogen
ein Vogel ist ihn lang geflogen
der Vogel suchte nach dem Ende
nach dessen Gold und nach der Wende
doch fand er nur ein Wasserbecken
konnte gar keinen Schatz entdecken
enttäuscht ist er dann zurück gekehrt
war jetzt eines besseren belehrt

Sonntag, 30. November 2008

1. Advent

Kerzen brennen
ein leichter Zimt Duft
Menschen rennen
Stimmung in der Luft
der Chef freut sich
und der Kunde auch
denn Geld stinkt nich´
ein jährlicher Brauch

Freitag, 7. November 2008

Was für eine Welt?

Gewalt und Hass bestimmt die ganze Welt
Mord und Totschlag gibt es jeden Tag
wie die Hölle unter dem Himmelszelt
ständig wieder ein neuer Anschlag
Zum Glück ist das nicht immer meine Welt
es ist die Welt von den Medien
unter dem Himmel von dem Zirkuszelt
mit Krankheiten und Bakterien

Donnerstag, 23. Oktober 2008

"Depression"

ein kleines Gedicht:

die Kerze ist erloschen
das Tier ist abgeschossen
dunkel und tod scheint das Leben
kamm alles wie ein Erdbeben
die Hoffnung stirbt ja zuletzt
doch ist diese schon verätzt
keine Zukunft nach dem Heute
das Tier ist der Jägers Beute
 
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