Posts mit dem Label Berlin werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Berlin werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 6. September 2009

Demo-Bericht Teil2: Mangelhafte Berichterstattung

Wie ich schon schrieb war die Demonstration am Samstag in Berlin ein voller Erfolg, doch die ernüchternde Einsicht kam nach der Demo. Denn für viele Berichterstattungen gab es an diesem Tag eine wichtigere Demo. In Dortmund ging es gegen Rechtsradikale, rund 10000 Menschen gingen auf die Straße, gegen einen Nazi-Aufmarsch wie er leider fast jede Woche irgendwo in Deutschland stattfindet. In Berlin dagegen demonstrierten mit 50000 Leuten, so viele wie seit 20 Jahren nicht mehr gegen Atomkraft.

Warum Dortmund interessanter war als Berlin? Logisch, während Berlin ruhig blieb gab es in Dortmund ordentlich Krawalle. Ein Problem was die Medien schon seit Jahren haben, Inhalte interessieren nicht, was die Kunden sehen wollen ist Action! Egal ob Hollywood oder Nachrichten, Gewalt wirkt halt besser als politische Forderungen.

Demo Bericht Teil1: Böse Parteien, gute BürgerInnenbewegungen

Am Samstag war ein schöner Tag, nicht nur das Wetter und das schöne Berlin haben mich begeistert, sondern besonders die Masse an Menschen die gegen Atomkraft demonstriert hat. Die Demonstration war nicht nur groß, sondern auch sehr bunt und friedlich. Ein Erfolg auf der ganzen Linie.

Nur eine Diskussion hielt sich tapfer vor, während und nach der Demo: Die Beteiligung der Parteien. Die Demonstration war organisiert von verschiedenen BürgerInnenbewegungen und NGOs, aber auch Parteien waren vor Ort. Neben der SPD und den Linken waren besonders die Grünen zahlreich vertreten. Kein Wunder, denn einerseits organisierten diese Busse und Züge, andererseits verteilten sie aber auch kostenlos Flaggen. Das erzürnte einige andere DemonstrantInnen. Klar darf jede(r) seine/ihre Meinung offen tragen und es ist ja auch schön wenn Parteien das Anliegen der Demonstration unterstützen, was es um so unverständlicher macht warum keine PolitikerInnen auf der Bühne vor dem Brandenburger Tor sprechen durften.

Auf der einen Seite will mal die tausende von Personen die über Parteien organisiert wurden, auf der anderen Seite soll nachher niemand wissen das die Parteien anwesend waren? Das Verhalten der OrganisatorInnen spricht eher von einer Politikfeindlichen Haltung, indem Forderungen gestellt werden, aber diejenigen die sie erfüllen könnten sind unerwünscht. Auch ich fand es komisch das die Grünen Flaggen verteilten, das fast jede(r) Grüne sich öffentlich outen konnte, es täuscht schließlich das Bild der Demonstration und böse Stimmen könnten von einer Wahlkampfaktion sprechen. Doch muss man auch sagen das gerade die Grünen am stärksten gegen die Atomkraft vorgehen, sie lassen sich nicht wie de SPD von Koalitionspartnern überstimmen und sie gehen auch nicht gegen Erneuerbare Energien vor, wie die Linken.

Wer Politik machen will und politische Forderungen hat, sollte sich damit abfinden das es Parteien gibt die genau so denken und auch wenn sie in anderen Themen sich unbeliebt machen, sind sie nützlich wenn sie mal für eine gute Sache eintreten. Das Verhalten der OrganisatorInnen führt nur zu einer Spaltung und Schwächung der Anti-Atomkraft-Bewegung!

Freitag, 4. September 2009

Mal richtig abschalten

Endlich mal wieder demonstrieren gehen heißt es morgen, wenn auf einer Großdemo Tausende von Menschen gegen Atomkraft auf die Straße gehen. Und wer immer noch denkt Wirtschaft und unabhängige Energiepolitik würde die 2% Energie benötigen, die uns die Atomkraft bringt, den verweise ich auf einen alten Beitrag auf diesem Blog.



Mehr Infos: www.anti-atom-treck.de

Samstag, 25. April 2009

Pro Überparteilichkeit

Am morgigen Sonntag findet in Berlin einen Volksabstimmung über den Religionsunterricht an Berliner Schulen statt. Pro Reli fordert das jeder Schüler frei wählen kann zwischen Religion und Ethik. Grundsätzlich finde ich es eigentlich gut wenn Schüler so viel Wahlmöglichkeiten haben wie möglich, allerdings habe ich auch bedenken was den Religionsunterricht in Deutschland angeht. So gibt es evangelische und katholische Religion, nicht christliche Religionen werden gar nicht erst beachtet. Eigentlich ist es doch komisch das Unterricht parteilich ist, niemand würde auf die Idee kommen Politikunterricht für SPD-Wähler und für CDU-Wähler zu machen. Besonders nicht da kleine Parteien, genau wie jetzt manche Religionen, unter den Tisch fallen und da die Schüler häufig nicht wählen können, sondern es von der Schule und Region abhängt was für ein Unterricht gemacht wird.

Religionsunterricht ist nur dann sinnvoll, wenn er überparteilich ist. Dann kann der richtige Umgang mit Religionen gelehrt werden und die Schüler können sich frei entscheiden. Dann darf er aber auch keine Wahlmöglichkeit sein, dann muss es Pflicht sein. Dafür braucht man jedoch auch wieder keine Zehn Schuljahre, daher stellt sich die Frage ob so was nicht in einer Art Ethikunterricht behandelt werden kann.

Mittwoch, 22. April 2009

Keine Gewalt, keine Meinungsfreiheit

Die CDU lässt zur Zeit prüfen ob es möglich ist die Demonstrationen am 1. Mai in Berlin zu verbieten, den jedes Jahr aufs neue fangen DemonstrantInnen zu randalieren und beschädigen öffentliches Eigentum. Natürlich ist es schade, wenn gerade durch diese sinnlose Gewalt die Aussagen der Proteste verloren gehen und wenn der/die SteuerzahlerIn dann für die Beschädigungen aufkommen muss. Trotzdem finde ich es mehr als zweifelhaft, wenn deswegen vorgeschlagen wird gleich die ganzen Demonstrationen zu verbieten, denn damit sind auch genug friedliche DemonstrantInnen betroffen. Das deren Meinungsfreiheit mit einem solchen Verbot eingeschränkt würde, das dies gegen demokratische Grundrechte verstößt und Menschenrechte einschränkt, scheint die CDU jedoch nicht zu kümmern.
 
Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken &handeln! Willst du auch an der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: