Mittwoch, 7. Januar 2009

Schlechter Witz

Jeden Tag findet man in der Neuen Westfälischen die Serie „Mein Witz“, dabei dürfen Kinder ihren Lieblingswitz erzählen und die Zeitung druckt sie in einem kleinen Teil für Kinder ab. Eigentlich ja eine ganz nette Idee, doch heute viel es mir schwer den über den Witz zu schmunzeln.

Es ist nur ein Witz, doch in jedem Witz steckt auch ein Funken Wahrheit und wenn für dieses Kind eine Kuh mehr eine Milchgeberin als ein Lebewesen ist, dann finde ich das ganz schön traurig.

Dienstag, 6. Januar 2009

Ist Henryk M. Broder ein Antisemit?

Kaum ein Journalist und Buchautor beschäftigt sich so oft mit Israel und den Juden und ist dadurch so bekannt geworden wie Henryk Modest Broder. Immer wieder lese ich irgendwo das er irgendjemanden wegen irgendeiner Aussage als Antisemit bezeichnet hat. Und wenn gerade mal kein berühmter Politiker oder anderer Prominente zur Verfügung steht, dann fängt er halt einen Streit mit der Tochter eines ehemaligen Vorsitzenden des Zentralrats der Juden an. Na und wie schafft man es am besten damit Aufmerksamkeit zu bekommen? Natürlich, Broder bezeichnet sie als Antisemitin und sie marschiert natürlich zu nächsten Gericht. Mittlerweile gehen solchen Geschichten wahrscheinlich allen Menschen so auf die Nerven das sie bei jeder Antisemitismus-Debatte nur aufstöhnen und schnell die Zeitung beiseite legen oder das Fernsehprogramm wechseln. Eine böse Folge davon ist die ignorante Einstellung vieler Personen gegenüber dieser Form des Faschismus und so entsteht noch mehr Antisemitismus über den sich Broder dann wieder aufregen kann. Also was möchte dieser Kerl mit seinem Aussagen eigentlich bewirken? Das einzige logische Ergebnis zu dem ich gekommen bin: Henryk Modest Broder ist selber ein Antisemit der mit seinen Aktionen denn Hass auf das jüdische Volk vermitteln möchte, wahrscheinlich sind seine Streitpartner auch gar keine Opfer seiner Willkür, sondern eingeweihte Leute mit den gleichen Zielen. Deshalb darf Broder natürlich auch die Tochter des ehemaligen Vorsitzenden des Zentralrats der Juden natürlich auch als Antisemitin bezeichnen, denn sie steckt ja mit ihm unter einer Decke!

falsche Argumente, richtige Argumente

Folgendes Plakat habe ich auf cdu-politik.de gefunden:

Und gleich fiel mir auf, wie mal wieder Die Linke mit falschen Behauptungen versucht wird zu demolieren. So kann ich „Masseneinwanderung“ und „gleiche Armut für alle“ noch als Kritik an deren Politik verstehen. Doch Beziehungen zum Iran oder Nordkorea scheinen mir völlig aus der Luft gegriffen, eher Beziehungen zu Kuba wären passend. Mit „das Ende der lästigen freien Wahlen“ wird es endgültig Absurd, so bezeichnet sich Die Linke selber als demokratisch. Das Problem ist das man mit solchen falschen Argumenten keine Wähler von dieser Partei weg locken kann. Ganz im Gegenteil werden sich besser informierte Menschen eher auf die Seite schlagen, die nicht am lügen ist und richtige Argumente vorbringt. Dabei ist es gerade bei dieser Partei doch einfach richtige Argumente zu finden: So hat Die Linke kein Parteiprogramm und dient dadurch als Sammelbecken für alle die sich als Links definieren. Allein darüber könnte man ganze Seiten schreiben, doch die Basis der CDU scheint sich lieber auf Lügen zu stützen.

Hochschulwahlen im Januar

Nicht nur der hessische Landtag wird im Januar gewählt, auch an der Uni Kassel sind Wahlen. Dabei werden Fachschaften, der Senat und natürlich das Studierendenparlament gewählt. Aus dem Studierendenparlament wird dann der Asta gebildet, der sich für alle möglichen Angelegenheiten der Studenten einsetzt. Antreten tun dieses Jahr die Jusos, die Linke.SDS, die Neue Liste, die Fachschaftsliste Witzenhausen, die Revolutionäre Antifaschistische Liste, der Ring Christlicher Demokratischer Studenten und natürlich die Grüne Hochschulgruppe Kassel, auf deren Liste für das Studierendenparlament auch ich stehen werde. Aus diesem Grund möchte ich kurz erläutern wofür wir uns einsetzen möchten.

Einmal die Qualitätsverbesserung der Lehre. Was sicher an jeder Hochschule, in Zeiten von überfüllten Hörsälen, ein ständiges Thema sein sollte um ein hohes Niveau zu garantieren.

Das Thema Datenschutz ist uns ebenfalls sehr wichtig, so können Dozenten (z.B.) über den Server moodle sehen welche der Studenten sich bereits das Material zur nächsten Veranstaltung angeguckt haben und welche nicht. Genau so kann jeder Student sehen wann seine Kommilitonen zuletzt moodle genutzt haben.

Ein weiteres Thema ist Genfreies Mensa Essen, so hat man als Student zurzeit nur in Witzenhausen die Möglichkeit auf Bio Essen. Da dieses aber teuer ist setzen wir uns vorerst für Genfreies Essen ein, was kaum teurer als normales Essen ist und trotzdem nicht die Risiken von Genfood aufweist.

Zuletzt werden wir dafür kämpfen, das (unabhängig von der im Januar gewählten Landesregierung) die Studiengebühren weiterhin abgeschafft bleiben, um jedem Menschen, unabhängig von Einkommen der Eltern, das studieren zu ermöglichen.

Also, vom 27. bis 29. Januar sind Hochschulwahlen in Kasssel ;)

Samstag, 3. Januar 2009

Plakate zur Hessen-Wahl, Teil 2

Nachdem ich mich hier bereits von einiger Zeit über die Plakate der CDU aufgeregt habe, muss ich nun einfach nach legen. Nicht nur die CDU auch die SPD setzt auf Frohe Festtage und ein gutes neues Jahr, statt auf Inhalte.





Die FDP ist da schon etwas besser, sie garantieren mir das ihr Wort gilt. Sicher eine geschickte Anspielung auf den Wortbruch der SPD, trotzdem wüsste ich auch gerne was die FDP für ein Wort meint? Der Inhalt bleibt im verborgenen und wird im Gegensatz zur SPD und CDU auch auf keinem anderen Plakat verraten.



Das Plakat der Grünen gefällt mir persönlich natürlich am besten, auch wenn „Jetzt aber Grün!“ praktisch genau so viel Aussagekraft hat, wie die anderen drei Plakate.



Gerne hätte ich auch ein Plakat von Die Linke gezeigt, aber ich hab in ganz Niederzwehren kein einziges gefunden.

Von einer in die andere falsche Richtung

Heute fanden in vielen deutsche Großstädten Solidaritätsdemonstrationen, für die palästinensischen Opfer des Krieges im Gazastreifen, statt. Zuerst wollte ich selber auf eine diese Demonstrationen gehen, hatte allerdings keine Zeit.

Grundsätzlich bin ich der Meinung das jeder Mensch in jedem Land leben können muss. Egal wo er geboren wurde oder welche Nationalität die Eltern haben. Ich halte es auch für wichtig das ein Jahrhunderte lang verfolgtes Volk, wie das der Juden einen eigenen Staat als Schutzzone bekommt. Doch im Fall Israel ist einiges falsch gelaufen. Zwar sollen die Israelis gerne dort leben dürfe, nur sollten sie dann auch den Palästinenser ein normales Leben dort ermöglichen. Stattdessen werden diese aber, notfalls auch mit Gewalt vertrieben. Genau so hat das jüdische Volk zwar ein Recht auf einen eigenen Staat, nur dürfen sie diesen nicht einfach da errichten wo bereits andere Menschen leben. Wenn die Israelis sich jetzt also über Raketen der Hamas aufregen kann ich das nicht wirklich nachvollziehen, schließlich sind sie selber kein Stück besser. Und wenn Merkel vom Vertauschen der Täter- und Opferrolle spricht, frage ich mich schon ob diese Frau nie Geschichtsunterricht hatte?

Nachher kann man immer sagen, das es sicher sinnvoller gewesen wäre hätte die USA von dem Geld was sie zur Errichtung Israels zur Verfügung gestellt haben, einfach ein paar Große Grundstücke von amerikanischen Farmern gekauft um dort den Bundesstaat Israel zu errichten. Aber das hilft jetzt auch nicht weiter.

Nun habe ich vorhin von Freunden, die auf der Demo in Herford waren, erfahren das die palästinensische Gemeinde dort Sprüche (nicht in deutsch) wie „Stirb Israel“ geschrien haben und Israel-Flaggen verbrannt haben. In diesem Fall bin ich froh das ich nicht da war. Denn solche Aktionen grenzen an Antisemitismus, statt auf eine Zwei Staaten Lösung zu setzen oder auf das gemeinschaftliche Miteinander, handeln diese Menschen nicht besser als die Israelische Regierung.

Dienstag, 30. Dezember 2008

Mit Musik gegen Politikverdrossenheit

Bush ist kurz vor dem Ende seiner Amtszeit und das hat die Berliner Band Ratatöska zum Anlass genommen einen Song darüber zu schreiben. Nun ist es ja nichts besonderes wenn Musik über Politik gemacht wird, nur dieses mal mit einer Besonderheit. Denn viel interessanter an der ganzen Sache ist das sie sich dazu Hans-Christian Ströbele, den stellvertretenden Vorsitzenden der Bundestagsfraktion der Grünen, mit ins Boot geholt haben.



Musikalisch finde ich das ganze jetzt nicht so besonders und die textliche Anspielung auf Obamas „Yes we can“ halte ich auch für etwas unüberlegt und eher populistisch. Doch finde ich es Klasse das ein Spitzenpolitiker sich in einem Musikvideo sehen lässt. Gerade in einer Zeit wo immer mehr Jugendliche kein Interesse an Politik haben, wäre es sicher eine hilfreiche Methode über Musik diejenigen zu erreichen, die sonst eher selten Zeitung lesen oder Nachrichten gucken. Außerdem wirken Politiker nicht mehr so abgehoben wenn sie sich auch einfach mal beim Spaß in einem Musikvideo zeigen. Was ebenfalls gegen Politikverdrossenheit helfen kann. Trotzdem geht in diesem Fall die politische Aussage nicht verloren, daher würde es mich freuen wenn in Zukunft noch mehr Politiker sich zu solchen oder ähnlichen Schritten entschließen würden.
 
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