Donnerstag, 22. Oktober 2009

Ein Jahr...

Ein Jahr ist es nun her das ich den ersten Beitrag auf dieses Blog schrieb und in diesem einen Jahr hat sich eine Menge getan. In 254 weiteren Artikeln schrieb ich über verschiedenste Themen und ich hoffe das ich auch ab und zu meine kleine Gemeinde an LeserInnen zum nachdenken gebracht habe. Doch nach einem Jahr ist auch Zeit einen Schlussstrich zu ziehen und sich in neue Ideen und Projekte zu stürzen. Aus diesem Grund erkläre ich dieses Blog hiermit für geschlossen. Dieses ist der vorletzten Beitrag und damit komme ich gleich zum wichtigsten Teil dieser Nachricht: In Kürze wird es ein neues Blog von mir geben, mit einem neuen Konzept, neuen Themen und neuen Beiträgen. Wenn das Blog dann veröffentlicht wird werde ich auch noch einmal hier auf das neue Projekt hinweisen, dies wird dann der letzte Beitrag.

Bis dahin verabschiede ich mich bei allen LeserInnen und bedanke mich bei allen die sich die Mühe gemacht haben meine Artikel zu lesen und ab und zu auch mal zu kommentieren.

Dienstag, 20. Oktober 2009

Demokratie heißt eben nicht die Macht in die Hände des Volkes zu legen. Demokratie heißt dem Volk das Gefühl zu geben es habe eine Wahl.


Volker Pispers

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Wie gut Schwarz-Gelb doch ist...

Die CDU ist für einen sozialen Kündigungsschutz, die FDP will GEZ-Gebühren und die Wehrpflicht abschaffen, die CSU ist gegen Gentechnik und überhaupt wollen alle mehr Vermögen von Hartz-4-Empfängern schützen.

Ach wie gut das Deutschland bald von Schwarz-Gelb regiert wird.

Nur komisch das nur Sachen in der Presse auftauchen, die eigentlich gar nicht bürgerlich sondern eher links sind.

Denn Schwarz-Gelb will die Laufzeiten von Atomkraftwerken verlängern, möchten die Bahn endgültig privatisieren und ist gegen einen Mindestlohn. Bitte nie vergessen!

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Für die WM, gegen Diskriminierung

Der DFB hat das Spiel gegen Finnland mit dem Motto "Gegen Homophobie im Fußball" versehen. Ein Lob an den DFB, der nicht nur mit dem Motto in der Öffentlichkeit Position bezieht, sondern auch einen Runden Tisch mit entsprechenden VertreterInnen geplant hat. Nur brennt mir eine Frage auf der Zunge: Hätte der DFB das alles auch gemacht wenn sich die Nationalmannschaft nicht bereits für die WM qualifiziert hätte?

Wenn das Spiel gegen Russland nicht so positiv ausgegangen wäre, hätten Herr Zwanziger und Co. sicher genug anderes zu tun. Doch kann man das nicht mal als Vorwurf ansehen, denn der DFB ist halt für den Fußball da und solche politisch-gesellschaftlichen Botschaften werden dabei in den Hintergrund verdrängt. Die Frage müsste viel mehr lauten: Würde die Botschaft auch die Menschen erreichen wenn es kein Länderspiel geben würde? Denn das wäre passiert wenn Deutschland gegen Russland verloren hätte.

Samstag, 10. Oktober 2009

Zu früh!

Die Schlagzeile des Tages: US-Präsident Barack Obama bekommt den Friedensnobelpreis! Und während manche jubeln und ihren Helden weiter feiern, fangen auf der anderen Seite immer mehr Menschen an die Entscheidung zu kritisieren.

Nur 9 Monate Amtszeit hat es gebraucht und schon kriegt der Präsident einen so bedeutenden Preis, da müsste man jetzt doch denken der hat eine super Arbeit geleistet und wer die 9 Monate zwischen dem Wahlkampf und heute verpasst hat wird das auch weiter denken. Obama hatte versprochen Guantanamo zu schließen, die Soldaten aus dem Irak abzuziehen, eine Atomwaffenfreie Welt zu schaffen und vieles anderes, jeder Punkt für sich alleine ist einen Friedensnobelpreis wert, aber welchen dieser Punkte hat er denn schon umgesetzt? Vollkommen zurecht werfen viele KritikerInnen dem Komitee vor den Präsidenten nur für Versprechen ausgezeichnet zu haben. Wenn Obama auch nur die Hälfte seiner Wahlkampf-Versprechen im Laufe seiner Amtszeit umsetzen kann, hat er den Preis mehr als verdient, aber halt erst dann. Was ist wenn die Lage in Afghanistan eskaliert? Barack Obama würde sicher nicht davor zurück schrecken einen Großeinsatz gegen die Taliban anzufangen und hat er dann einen Friedenspreis noch verdient? Was ist wenn er keins seiner Versprechen umsetzen kann? Wofür wurde er dann ausgezeichnet?

Die PreisvergeberInnen berufen sich auf eine Entscheidung die die Zukunft beeinflussen soll und vergleichen es mit Al Gore, der 2007 den gleichen Preis bekam. Dabei besteht doch ein klarer Unterschied, als Al Gore den Preis bekam hatte er schon Jahrelange Aufklärungsarbeit in Sachen Klimaschutz geleistet, wogegen Obama bisher nur 9 Monate gearbeitet hat ohne dabei ein Friedensprojekt zu beenden. Das Komitee wollte dazu aufrufen ihm zu folgen und so eine politische Botschaft senden. Aber was wenn die Botschaft nicht ankommt? Wäre es nicht sinnvoller gewesen ihn am Ende seiner Amtszeit auszuzeichnen um damit Druck auf seine NachfolgerInnen auszuüben? Und könnte man dann nicht auch eher sagen ob er den Preis überhaupt verdient hat? Kommt der Friedensnobelpreis nicht viel zu früh für einen Mann der viel versprochen, aber noch nichts umgesetzt hat?

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Idee zur Bildungspolitik: Typisch Gelb

CDU/CSU und FDP sind mitten in den Verhandlungen um ihre Koalition, doch einige Streitpunkte sind schon in der Öffentlichkeit aufgetaucht. So will die FDP angeblich ein Bundesweites Stipendien-Programm einführen. Demnach sollen die 10% der leistungsfähigsten StudentInnen 300 Euro bekommen, unabhängig von dem Einkommen der Eltern. Die Idee dahinter ist logisch und mal wieder typisch gelb. Die StudentInnen sollen durch das Geld angespornt werden und talentierten Studierende soll das Leben einfacher gemacht werden.

Klingt erstmal gut, aber ist es wirklich fair? Diejenigen denen das Studium eh schon leicht fällt werden belohnt, während der Rest neben dem Studium arbeiten muss, weil das niedrige Bafög nur selten reicht. Für die einen wird das eh schon leichte studieren noch einfacher, für die anderen noch schwerer. Auch stellt sich mir die Frage ob man StudentInnen noch mit Geld anspornen muss, sich Mühe beim Studium zu geben. In einem gewissen Alter und bereits nach dem (Fach-)Abi sollte man doch erwarten das alle Studierenden reif genug sind um von alleine alles zu geben und nicht nur faul sich irgendwie durch die Prüfungen zu mogeln.

Wenn der Staat genug Geld übrig hat um 10% je 300 Euro zu geben, würden logischerweise auch 30 Euro für alle StudentInnen vorhanden sein. Sicher eine sinnvollere Investition, wo auch Studierende entlastet werden die es eh schon schwer genug haben.

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Taktik statt linker Politik

Die Bundestagswahl ist erst ein paar Tage her, doch schon rollen bei der SPD die Köpfe. Einen Umschwung und eine neue SPD hatte der linke Flügel schon am Sonntag Abend gefordert und obwohl noch nichts offiziell ist, scheint schon klar wer die SozialdemokratInnen in Zukunft führen wird.

Sigmar Gabriel soll Vorsitzender werden und damit Franz Müntefering ablösen. Gabriel ist jedoch kein Linker, sondern mehr jemand der sich nie zwischen rechts und links positioniert hat, um so offen für alles zu sein und gleichzeitig die Flügel vereint. Ähnliches gilt für die neue Stellvertreterin Hannelore Kraft, welche bereits im bevölkerungsreichsten Bundesland NRW als Vorsitzende der SozialdemokratInnen beide Flügel unter einen Hut bringen musste. Noch weniger links sind die beiden weiteren Stellvertreter, Olaf Scholz zählt klar zum rechten Flügel, was er schon als Arbeitsminister unter Beweis stellte. Die Überraschung Manuela Schwesig war bereits im Kompetenzteam von Steinmeier und unterstützt Internetsperren, wie die von Ursula von der Leyen.

Wirklich links in der neuen Spitze sind nur der vierte Stellvertreter Klaus Wowereit und die neue Generalsekretärin Andrea Nahles. Trotzdem macht die SPD damit einen deutlichen Schritt nach links. Denn während nun an der Spitze von 6 Personen 2 links, 2 recht und 2 mittig sind, waren von der alten Spitze 4 rechts (Müntefering, Steinmeier, Steinbrück, Heil) und eine links (Nahles). Somit ist die neue Spitze zu mindesten linker als vorher.

Doch was die SPD richtig geschickt geregelt hat, nach außen wird sie wesentlich linker erscheinen. denn während Wowereit und Nahles bekannte Linke sind, kennt kaum jemand die Positionen von Schwesig, die erstmal einfach als junge dynamische Politikerin auftritt und auch Olaf Scholz wird nicht in den klassischen „Alt-Schröder-Flügel“ eingerechnet. Weiter ist das Image einer Partei hauptsächlich Aufgabe des/der GeneralsekretärIn, mit Nahles könnte sich also diese Außendarstellung ändern. Während also die Schröder-Zeit endgültig überwunden ist und alle Flügel der Partei gut im Vorstand vertreten sind, kriegt die Partei ein linkes Image. Auch wenn der Linksrutsch damit verpasst wurde, rein taktisch konnten die SozialdemokratInnen nicht besser handeln, nur wird sich erst noch zeigen ob es auch gut bei den Menschen ankommt.

Montag, 28. September 2009

Gedanken nach der Wahl - Kommunal

Auch über meine 2 Heimaten möchte ich hier kurz schreiben:

Spenge

Hier durfte ich leider nicht selber wählen, doch für das lokale Ergebnis war das wohl auch nicht nötig. Überraschend landet die SPD als stärkste Partei mit 35% vor der CDU mit 31%, trotzdem verlieren beide so das die 3 kleinen, wie im ganzen Bund, ordentlich dazu gewinnen. Das erfreulichste jedoch ist das Ergebnis des Direktkandidaten. Stafan Schwartze gewinnt den Wahlkreis, was sicher mehr als das kleinere Übel ist und ein echter Gewinn für den gesamten Kreis.

Kassel

Nun zu meiner offiziellen Heimat. Die Hochburg der SPD bleibt Rot, auch wenn nur mit 31%. Die CDU kann mit 25% nicht zufrieden sein, im Gegensatz zu den kleinen Parteien, die auch in Kassel dazu gewonnen haben. Doch auch hier begeistert mich weniger der Ausgang der Zweitstimmen als die der Erststimmen. SPD-Kandidatin Gottschalck gewinnt den Wahlkreis und ist definitiv das zweite Übel. Noch besser aber, CDU Kandidat Gehb wird auch nicht, wie vor vier Jahren, über die Liste in den Bundestag einziehen.

Gedanken nach der Wahl

„Dann also Schwarz-Gelb“, besser kann man es wohl nicht ausdrücken und wenn man enttäuscht diese taz-Überschrift liest, trifft man sicher die Gefühlslage vieler Linker. CDU und FDP werden uns nun regieren, Rot-Rot-Grün gibt es nur in der Opposition. Das die Sitze im Bundestag so deutlich verteilt werden liegt an den Überhangmandaten und somit einer Verfassungswidrigen Wahl. Doch das meckern über das Verhalten der CDU bringt nun auch nicht mehr, schauen wir in die Zukunft:

Während die SPD sich nach 11 Jahren wieder in die Opposition muss, werden Schwarz und Gelb wohl einiges bewegen: Die Laufzeit der Atomkraftwerke werden verlängert werden, einen Mindestlohn wird es nicht geben, die Bundeswehr wird weiterhin in Afghanistan Krieg spielen, soziales wie die Frauenquote oder Ausbildungsgarantie wird es nicht geben, dafür wird der Kündigungsschutz gelockert und das Arbeitslosengeld II nicht erhöht. Die Liste ließe sich noch weiter führen und ich frage mich ob allen Menschen, die diese 2 Parteien gewählt haben das bewusst war?

Doch sein wir optimistisch und gucken weiter in die Zukunft! Es ist Herbst 2013, Bundestagswahl, in den letzten 4 Jahren hat sich einiges getan. Nach dem CDU und FDP in der Verantwortung waren, verloren sie immer weiter Stimmen, so wie fast alle Regierungsparteien. Durch die Änderung des Wahlrechts und dem wegfallen der Überhangmandate wird es keine weiter Amtszeit für die regierenden Parteien geben. Auf der anderen Seite die SPD, nach der Wahlkatastrophe von 2009 haben Klaus Wowereit und Andrea Nahles die Partei übernommen. Auch bei den anderen Oppositionsparteien gab es personelle Wechsel. Mehr harmonisch als bei der SPD, haben Nicole Maisch und Tarek Al-Wazir ihre Vorgänger Künast und Trittin abgelöst. Bei den Linken kämpft Spitzenkandidat Boddo Ramelow um die Gunst der WählerInnen. Noch 2009 verzichtete dieser auf den Posten des Minsterpräsidenten in Thüringen, nun könnte er Minister im Bund werden. Rot-Grün-Rot steht nichts mehr im Wege, nur eine Frage stellt sich vor der Wahl: Was ist eigentliche eine Piratenpartei?

Samstag, 26. September 2009

Gedanken vor der Wahl

Morgen ist es soweit, der neue Bundestag wird gewählt und bereits jetzt ist Zeit für ein paar Gedanken. Wie wird die Wahl ausgehen und was bedeutet das für die Zukunft? Welchen Entscheidungen bringt die Wahl mit sich?

Besonders freuen wird sich dieses mal die CDU/CSU, das sie stärkste Partei werden ist so gut wie sicher und das Frau Merkel Bundeskanzler bleibt auch. Was die WählerInnen morgen zu entscheiden haben ist eigentlich nur ob es eine Schwarz-Gelbe oder Schwarz-Rote Regierung geben wird und wie stark wird die Opposition? Auch wenn die Mehrheit der deutschen Bevölkerung angeblich Frau Merkel als Kanzler wollen, ist es doch irgendwie schade das wir eigentlich keine Wahl bei diesem Posten haben. Was der Pseudo-Gegenkandidat Steinmeier tun wird bleibt auch abzuwarten, angeblich will er sich zurückziehen, doch auch eine weitere Amtszeit als Außenminister ist möglich.

Was neben den Ergebnissen auch interessant wird, ist die Frage wie korrekt die Wahlforschungsunternehmen dieses Mal gearbeitet haben. Laut der Umfrage von der Bundeszentrale für politische Bildung liegt die CDU bei 35%, die SPD bei 26%, die FDP bei 14%, die Linken bei 11% und die Grünen bei 10%. Doch die gleiche Umfrage sagt auch das 25% noch unentschlossen sind und so erklärt es sich wohl auch das andere Umfragen auf ganz andere Werte kommen. Es bleibt abzuwarten wer am Ende am nächsten dran ist.

Donnerstag, 24. September 2009

So wählte ich

Am Sonntag ist es so weit, es ist Bundestagswahl. Das nahmen sich einige Radakteur der taz zum Anlass sich zu outen und zu sagen wen sie wählen oder gewählt haben und warum. Dies nehme ich zum Anlass hier das gleiche zu tun. Übrigens habe ich schon per Briefwahl meine Stimme abgegeben.

Ich beginne mit der Zweitstimme, da mir diese Wahl etwas leichter gefallen ist. Auf Parteien die so gar nicht meine Ansichten widerspiegeln gehe ich mal nicht ein, FPD, CDU oder irgendwelche Rechte sind damit ausgeschlossen. Es bleibt die Entscheidung zwischen SPD, Grüne, Linke, einer kleinen Partei (z.B. Piraten), ungültige Stimme und nicht wählen. Nicht wählen scheidet durch meine demokratische Überzeugung aus. Eine ungültige Stimme hebt nur die Wahlbeteiligung, wird aber bei den Prozenten der anderen nicht berücksichtigt, es hilft NICHT gegen rechte Parteien wie so oft behauptet, deswegen kommt es auch nicht in Frage.Eine Splitterpartei, wie die Piraten, könnte ich wählen, jedoch sind diese meistens nicht umsonst Splitterparteien. Sie sind so klein weil sie sich nur auf ein Thema stürzen, denn jede Grundhaltung ist schon vergeben. Natürlich beschäftige ich mich trotzdem mit den „Kleinen“, dieses mal besonders mit der ÖDP, doch wirklich zusagen tut mir keine.

Somit viel meine Entscheidung zwischen den drei „Großen“, SPD, Linke oder Grüne. Natürlich könnte ich mich an Grundsatzfragen aufhalten, will ich den Sozialismus? Die Linke will ihn angeblich, die SPD laut Grundsatzprogramm auch, die Grünen irgendwie nicht, inhaltlich manchmal aber schon. Ich könnte nach Taktik wählen, SPD und Grüne könnten zu Koalitionen führen die ich nicht will, die Linke dagegen wird nicht regieren und somit nichts umsetzen. Oder ich halte mich an die Geschichte, die Linke besteht aus der SED und somit aus einer Diktatur die Menschenrechte mit Füßen getreten hat. Die SPD hat durch ihre Verweigerung den Kommunisten gegenüber, einst dem Nationalsozialismus geholfen, die Grünen haben in 7 Jahren Regierung einiges an Mist gebaut. Aber ich richte mich lieber nach aktuellen Programmen.

Die SPD will Managergehälter nicht begrenzen, ist für Online-Durchsuchungen oder hält Tierversuche nicht für falsch. Zu viele Differenzen, die Sozialdemokraten sind draußen! Bei den Grünen und bei den Linken sehe ich weniger Differenzen, in der Außenpolitik kann ich mich mit keiner der beiden Parteien anfreunden. Die Linke halte ich teilweise für unrealistisch, die Grünen für zu Sozialdemokratisch. Was im Enddefekt meine Entscheidung gebracht hat waren die Innerparteilichen Streitigkeiten, während bei den Linken von Attac, über GewerkschaftlerInnen bis zu Kommunisten alles dabei ist, haben die Grünen eine klare Linie! Wähle ich die Linken weiß ich nicht wer meine Stimme wirklich vertritt, deswegen ging die Zweitstimme an die Grünen.

Nun zur Erststimme. Wieder möchte ich nach dem Inhalt gehen und inhaltlich stellen sich in etwa die gleichen Fragen wie bei der Zweitstimme, daher sind alle außer Grüne und Linke draußen. Nur kommt hier noch ein weiterer Punkt hinzu: Wer setzt sich mehr für die Bürger des Wahlkreises ein? Da haben die Grünen mit Nicole Maisch eine super Kandidatin, die eine gute Politik vertritt und im auftreibenden Wind ist. Nur sehe ich auch genau da das Problem, ich würde mich nicht wundern wenn sie in 8 Jahren Spitzenkandidatin im Wahlkampf ist, nur wird sich eine solche Karriere-Politikerin nicht für die BürgerInnen vor Ort einsetzen. Daher viel bei der Erststimme meine Wahl auf den Kandidaten der Linken, einen Lehrer der eigentlich keine Chance auf einen Platz im Parlament, aber trotzdem engagiert für Kassel streiten wird.

Dienstag, 22. September 2009

Internetsperren: Freiheitsfeindlich und wirkungslos

Etwas spät, aber besser als nie: Der Hinweis auf einen Artikel von mir in der Jugendzeitung Utopia.

Simpsons greifen in den Wahlkampf ein

Gegen den trockenen Wahlkampf, etwas Humor:

Was muss ich wählen, wenn...

Da die Zeitung mit den großen Buchstaben Wahltaktiken versucht zu erklären und dabei grandios scheitert, hier eine verbesserte Version:

...ich Schwarz-Gelb will:
Auf jeden Fall muss die Erststimme an die CDU/CSU gehen, da sie so die Chancen auf Überhangmandate haben und somit dien Koalition vielleicht nicht mal 50% der Zweitstimmen braucht. Diese Zweitstimmen dürfen aber nicht an die CDU/CSU gehen, denn Überhangmandate entstehen nur bei weniger Prozentpunkten und außerdem hilft jede Zweitstimme einer potentiellen großen Koalition. Geht die Zweitstimme an die FDP macht sie eventuell sogar eine große Koalition unmöglich und hilft zudem den Überhangmandaten der CDU/CSU.

...ich die große Koalition will:
Theoretisch helfen auch hier die Überhangmandate der CDU, praktisch steigt damit jedoch die Gefahr auf Schwarz-Gelb, somit darf die Erststimme beliebig vergeben werden. Nur die Zweitstimme sollte bei der SPD landen, den bei der CDU/CSU könnte sie einer schwarz-gelben Koalition helfen.

...ich Rot-Grün will:
Im Grunde gilt das gleiche wie bei Schwarz-Gelb, nur das Gelb durch Grün und Schwarz durch Rot ersetzt werden muss. Eigentlich ist es natürlich vollkommen unrealistisch einer solchen Koalition eine Mehrheit zu verschaffen.

...ich etwas intelligenter bin:
Dann wähle ich, in wessen Parteiprogramm ich die meiste Übereinstimmung mit meiner eigenen Meinung sehe!

Donnerstag, 17. September 2009

Schlegl sucht die Wahrheit

Nachdem ich hier bereits das Buch des Extra-Moderators Tobias Schlegl empfohlen habe, nun etwas für alle die nicht so gerne lesen: "Schlegl sucht die Wahrheit". Ein kleiner Film in dem er erneut die Nachhaltigkeit bzw. Zukunftsfähigkeit Deutschlands und seiner EinwohnerInnen untersucht. Wer das Buch gelesen hat, wird die ein oder andere Geschichte bereits kennen. Trotzdem dürfte es für alle interessant sein und ist daher, genau so wie das Buch, sehr zu empfehlen.

Da es sich bei dem Film um Teil 1 handelt und Teil 2 noch nicht draußen ist, darf man auch gespannt sein, wie viele Teile es am Ende werden. Ich bleibe auf jeden Fall dran und werde die ganze Serie verfolgen.

Mittwoch, 16. September 2009

Jetzt ist es amtlich!

Wie ich schon vor dem TV-Duell schrieb, handelt es sich bei der Show um ein verlattetes Modell. Doch nun ist es amtlich! Wie die Frankfurter Rundschau berichtet legen in den Umfragen nach dem Duell ausgerechnet SPD und CDU ordentlich zu. Zwar gab es auch eine TV-Runde der drei "Kleinen", doch wahrscheinlich haben die meisten Menschen, genau so wie ich, erst nachher davon erfahren. Problem ist das die Medien nur den großen Parteien eine ordentliche Plattform geben und das spiegelt sich halt in den Umfragen wieder.

Sonntag, 13. September 2009

Protestwählen

Eigentlich gefällt mir das Wort "Protestwählen" ja nicht, schließlich wählt niemand eine Partei nur aus Protest, auch der Inhalt der Partei muss irgendwie stimmen. Es stellt sich schließlich auch für eine(n) ProtestwählerIn die Frage ob das Kreuz bei der NPD, der MLPD oder der APPD gemacht wird. Doch heute Abend werde ich aus Protest wählen, aus Protest gegen eine veraltetes Model, werde ich mir nicht das TV-Duell von Merkel und Steinmeier angucken.

Wie kann es sein das bei einer Wahl für ein Parlament, in dem 5 Parteien sitzen, nur 2 bei der größten TV-Debatte eingeladen werden? Klar, es sind die Kanzlerkandidaten, aber was ist der Posten Kanzler schon Wert? Nicht der Kanzler sonder die Regierung macht Gesetzte und da können MinisterInnen aller Parteien drin sitzen. Repräsentiert wird das Land von dem Bundespräsidenten, also ist der Posten Kanzler nicht so wichtig und außerdem wählen wir eh die ganze Partei und nicht den/die KandidatIn. Desweiteren frage ich mich was die 2 Personen mir groß erzählen wollen, sie werden eh nur so auf die Frage antworten wie es im Wahlprogramm ihrer Partei steht. Das einzige was neu sein wird und was morgen auch in allen Medien berichtet wird ist das Charisma.

Deswegen wählen ich heute aus Protest nicht das TV-Duell, bei dem 4 ModeratorInnen 2 KandidatInnen ausfragen! Ich wähle die Simpsons und Folge damit dem Aufruf von Pro7, aus Protest gegen ein Modell in dem ein TV-Duell dem/der WählerIn nicht weiterhilft!

Samstag, 12. September 2009

Freitag, 11. September 2009

Schule zeigt neue Perspektive für Wahlen

Wie ich jetzt schon von einigen FreundInnen gehört habe, die gerade ihr Abitur machen, kommen immer mehr PolitikerInnen an Schulen. Nicht einfach so zum Wahlkampf oder in den Unterricht, sondern zu Podiumsdiskussionen vor alle ErstwählerInnen der Schule. Das Ergebnis ist wohl recht positiv, so höre ich von Leuten das sie sich Gedanken zur Wahl machen, von denen ich vorher nicht mal erwartet hätte das sie überhaupt hin gehen. Wenn ich an meine alten Klassen denke, hätte denen so eine Veranstaltung sicher auch gut getan. Doch das es sowas bei uns nicht gab liegt nicht an einer neuen Mode oder der Erkenntnis das auch SchülerInnen wählen gehen, nein als ich in der Schule war gab es schlicht weg keine einzige Wahl an der Menschen in meinem alter teilnehmen durften.

Somit ist auch klar was die Schlussfolgerung aus dieser Erfahrung ist: Das Wahlalter muss runter gesetzt werden! Immer wieder hört man das so junge Menschen doch keine Ahnung von Politik haben und nur aus Protest irgendwelche ExtremistInnen wählen würden, doch woran liegt das wohl? Wenn potentielle Bundestagsabgeordnete oder Bürgermeister zum diskutieren in die Schule kommen und im Politikunterricht die Jugendlichen darauf vorbeireitet werden, ist eine Stimme eines/r SchülerIn aussagekräftiger als vieler Erwachsener. Desweiteren lernen die Kinder hier bereits wie sie sich in Zukunft vor den Wahlen informieren können.
 
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